Was wir von unseren Kindern lernen können - 6 Punkte warum Kinder die besten Lehrer sind

Was wir von unseren Kindern lernen können - 6 Punkte warum Kinder die besten Lehrer sind

Pablo Picasso versuchte sein ganzes Leben die Welt mit den Augen eines Kindes zu betrachten. Warum wir auch heute noch vieles von unseren Kindern lernen können, und warum die Wissenschaft dies bestätigt, möchte ich euch in diesem Artikel zeigen. Dabei möchte ich auf sechs Punkte eingehen, wo uns Kinder überlegen sind.

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1. Essen - Kinder ernähren sich am liebsten durch Trennkost

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass sich viele Kinder, ohne es zu wissen, durch Trennkost ernähren? So schreibt eine junge Mutter auf schule-und-familie.de:

„hilfe! :hilfe: mein kleiner sohn (6) macht scheinbar trennkost. er ißt entweder nudeln oder kartoffeln oder fleisch oder gemüse, aber nie alles zusammen.“

Und damit steht diese Mutter nicht alleine da. Kleinkinder mögen von Natur aus keine gemischten Speisen. So essen sie sie gerne eine Stück Wurst aus der Hand, oder nur die Pommes ohne das Schnitzel. Erst durch unsere vorgelebten Essgewohnheiten ändern sie ihr Verhalten.

Trennkost Kinder

Ich versuche an solchen Stellen immer, meine Aussagen auf wissenschaftliche Beine zu stellen. Allerdings konnte ich keine Studien zu diesem Thema finde. Aus meiner eigenen Erfahrung und den zahlreichen Aussagen von Eltern, die ich im Netz gefunden habe, kann man davon ausgehen, dass sich sehr viele Kleinkinder am liebsten durch Trennkost ernähren. 

Das Prinzip der Trennkost beruht auf der Annahme, dass Kohlenhydrate und Eiweiß nicht gemeinsam verdaut werden können. Diese Art der Ernährung  führt bei vielen Menschen erwiesener Maßen zu einer Gewichtsreduktion. Die Professorin für Ernährung und Energiestoffwechsel Susanne Klaus sagte dazu in einem Focus-Artikel:

„Die der Trennkost zugrunde liegende Theorie ist wissenschaftlich gesehen Unsinn. Trotzdem ist eine gemäßigte Trennkost in der Praxis durchaus vernünftig, da sie relativ ausgewogen ist. Sie spart Fett und Fleisch und setzt dafür mehr auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. „

Grundsätzlich ist diese Art der Ernährung also nicht schädlich. Wir sollten deshalb darüber nachdenken, ob wir nicht von dieser natürlichen Art der Ernährung, wie es uns unsere Kinder vormachen, lernen können.

 

2. Lachen - Kinder lachen 400-mal am Tag. Erwachsene nur 15-mal

Kinder lachen bis zu 400-mal am Tag, wogegen Erwachsene im Durchschnitt nur 15-mal täglich lachen. So sagte es die Sozialpädagogin Susanne Heidel dem Abendblatt.

Dabei wäre Lachen eine kostenlose Medizin, die wir jederzeit einnehmen können. Durch Lachen wird nachweislich Stress reduziert.  Dr. Michael Titze, Diplom-Psychologe aus Tuttlingen und Autor mehrerer Bücher zum Thema, erklärt in einem Artikel, die stressmindernden Effekte so: 

„Wenige Minuten, nachdem wir intensiv gelacht haben, stellt sich im Körper eine anhaltende Entspannungsphase ein.“ 

Der Blutdruck sinke und Stresshormone wie Kortison würden abgebaut werden. Der Psychologe beruft sich dabei auf US-amerikanische Studien.

Wie können uns nun Kinder dabei helfen:

"Kinder helfen ihren Eltern, den eigenen Humor zu pflegen, weil sie den alltäglichen Dingen eher Humor entlocken", sagte Eva Ullmann, Gründerin des Deutschen Institutes für Humor, in einem Artikel von n-tv.de.

 

3. Spielen - Warum auch Erwachsene an ihrer Phantasie arbeiten sollten

Das Kind auf unserem Beitragsbild sitzt auf einem Schaukelpferd. Dabei stellt es sich vor wie es gerade auf einem prächtigen Einhorn reitet. Kinder haben die Gabe sich ihre eigene Welt zu erschaffen. 

Phantasie der Kinder

Vor einigen Wochen hat sich in unserem Ort eine Familie einen Pool gebaut. Den Aushub schütteten sie auf die gegenüberliegende Wiese. Es bildete sich ein großer Erdhügel. Nach kurzer Zeit waren sämtliche Kinder des Ortes an dem Hügel versammelt und machten diesen Berg zu ihrer Burg. Es wurde nach Schätzen gegraben, Höhlen gebaut und Schlammschlachten veranstaltet.  Sie schufen sich durch mittels Phantasie einen Ort der Freude. 

Wenn Kinder in ihrer Phantasiewelt sind, ist es für sie real. Wir Erwachsene unterschätzen oft diese Fähigkeit, obwohl Phantasie und Vorstellungskraft auch für Erwachsene von großem Nutzen sein kann.  Viele Profisportler wie Golf-Legende Tiger Woods oder Speerwurf -Europameisterin Steffi Nerius nutzen ihre Vorstellungskraft um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. 

In Gedanken gehen sie dabei jeden Bewegungsablauf durch. Wissenschaftler haben dabei festgestellt, dass die Gehirn- und Körperaktivitäten der Sportler während ihrer Visualisierung identisch mit denen des eigentlichen Wettkampfes sind. 

„Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch erreichen.“

Das Beispiel demonstriert, welchen Einfluss unsere Gedanken auf unseren Körper und unsere Emotionen haben. Wenn also Kinder sich vorstellen, auf einem Einhorn zu reiten, dann ist es so, als ob sie wirklich auf einem solchen reiten.

Auch wir Erwachsene können uns dies zu Nutze machen. Wir können wieder anfangen Tagträume in unseren Alltag einzubauen oder sich während einer Meditation gedanklich an einem wunderschönen Ort zu begeben. Wenn wir uns also Vorstellen, wir würden gerade an einem Strand liegen und das Meer rauschen hören, stellt sich dementsprechend auch das Gefühl der Entspannung ein. Denken wir aber an eine unangenehme Situation, spüren wir wie unser Puls hoch geht und sich Anspannung im Körper ausbreitet.

Meditation ist deshalb ein tolles Mittel um auf eine Reise der Entspannung zu gehen. Bei Kindern nennen wir dies übrigens „Phantasie“.

 

4. Toleranz - Erst ab fünf Jahren entwickeln sich Vorurteile

Kleinkinder haben keine Vorurteile.  Erst im Alter von fünf bis sieben Jahren entwickeln Kinder verstärkt ethnische oder nationale Vorurteile. Kinder adaptieren während dieser Zeit  das Verhalten ihrer Eltern oder älteren Kinder.  Solange Kinder keinerlei Erfahrungen mit sozialen Fremdgruppen sammeln können, übernehmen sie unsere Vorurteile und Einstellungen.

Wir sollten unseren Kindern diese Toleranz erhalten und uns an ihnen ein Beispiel nehmen.

Dieser Viejährige macht es uns vor:

 
Vierjähriger hat die Antwort auf die Flüchtlingsfrage

 

5. Ehrlichkeit - Kleinkinder lügen nicht

Kinder sind generell ehrlicher als Erwachsene. Natürlich lügen auch Kinder. Dies liegt aber auch daran, dass sie den Unterschied zwischen einer Lüge und der Wahrheit nicht immer verstehen und erst lernen müssen.  Vor dem vierten Lebensjahr wird ein Kind zwar manchmal die Unwahrheit sagen – aber im eigentlichen Sinne nicht lügen! Erst im Alter von fünf Jahren wird ein Kind die Bedeutung einer Lüge begreifen können. 

Hier ein lustiges Beispiel für die absolute Ehrlichkeit eines kleinen Kindes:

Ehrlichkeit der Kinder
"Lieber Gott, danke für meinen kleinen Bruder. Aber eigentlich wollte ich einen Welpen. Joyce"

 

Kinder erzählen manchmal Geschichten von unsichtbaren Freunden oder Feen.  Da es für die Kinder real ist, lügen sie auch nicht. Ich denke auch, nur weil wir Erwachsene etwas nicht sehen können, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Vielleicht haben wir es nur verlernt, solche Dinge wahrzunehmen. Deshalb rate ich davon ab, Kindern zu sagen, dass es solche Dinge nicht gibt.

Nun wissen wir, dass Kinder ab einem Alter manchmal lügen. Was wir aber dennoch von Ihnen lernen können, ist ihre Direktheit. Das folgende Video zeigt auf amüsante Weise warum dies manchmal, gerade für uns Erwachsene, ziemlich peinlich sein kann:


Wenn Kinder zu ehrlich sind - Lustiges Video

 

6. Begeisterung - Die Welt so betrachten, als ob wir sie zum ersten Mal sehen würden

Als die kleine Anna vom Spielplatz zurück kommt und auf seine Mama zuläuft ruft sie:

„Mama, Mama,  komm schnell mit, am Himmel ist ein Regenbogen.“

Doch Annas Mama hat es eilig, da sie noch zum Bäcker muss, der in einer halben Stunde schließt. Anna ist sehr enttäuscht und versteht nicht warum ihre Mutter sich nicht für den Regenbogen begeistern kann.

Diese kleine Geschichte zeigt, mit welcher Begeisterung Kinder durch ihr Leben gehen. Da sie viele Dinge zum ersten Mal in Ihrem Leben sehen, ist sind auch kleine Ereignisse für sie etwas Besonderes. Da wir Regenbögen schon viele Male gesehen haben ist es für viele Erwachsenen nichts Außergewöhnliches mehr.

Das folgende Video zeigt ein kleines Mädchen, dass zum ersten Mal mit Regen in Berührung kommt:


Mädchen sieht zum ersten mal Regen


Wenn wir Picassos  Lebensmotto, alles mit den Augen eines Kindes betrachten, beherzigen, können wir uns auch wieder an Alltäglichen Dingen erfreuen.

Manchmal glaube ich wir kommen als sehr weise und wissende Menschen auf diese Erde, danach verlieren wir dieses Wissen wieder und bekommen es im Alter langsam wieder zurück.

 Quellen und weitere Informationen:

Im Kommentarfeld am Ende dieser Seite, könnt ihr mir gerne eure Kommentare (auch anonym möglich) zu diesem Thema hinterlassen. Ich denke, wir haben viele Eltern unter unseren Lesern, die von ihren Erfahrungen berichten können.

Fotos

Quelle: Imgur.com
Urheber: Fotolia | Sergiy Bykhunenko
 
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Meine Tochter erzählte mit im Alter von 3 Jahren, dass sie ein Einhorn gesehen hat. Ich habe das nie angezweifelt...

Antwort des Verfassers

Das finde ich toll von Dir. Meine Nichte, damals 2 Jahre alt, sagte am Grab meines Opa's: "Opa Vogel". Das hat mir den Abschied damals erleichtert. Vielleicht gibt es da Dinge, die wir Erwachsenen nicht sehen können.

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Unser inneres Kind wusste dies bereits!

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