Vom Insektenkiller zum Insektenschützer
Bild: CCO Lizenz/pixabay/peggychoucair

Ein Herz für Tiere
Vom Insektenkiller zum Insektenschützer

von Ana HuberAna Huber
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Gute Nachrichten aus - Deutschland vom

Seine Klebefallen und Insektizide gab es jahrelang bei Aldi, Rossmann und dm zu kaufen. Doch der Chef des Unternehmens Reckhaus änderte vor 7 Jahren radikal seinen Kurs und wurde vom Insektenkiller zum Insektenfreund. Er ruinierte damit sein Geschäft um die Bienen zu retten. 

Ergotopia

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Als Hans-Dietrich Reckhaus im Jahr 1995 das Unternehmen Reckhaus von seinem Vater übernahm, baute er es zuerst einmal massiv aus und verdoppelte den Firmenumsatz auf 25 Millionen Euro im Jahr. Doch vor sieben Jahren beschloss er vor allem die Bienen, aber auch alle anderen Insekten zu schützen, statt zu töten. Die Augen wurden ihm damals von zwei Schweizern geöffnet, mit denen Reckhaus zusammen arbeiten wollte. Die Konzeptkünstler Riklin sagten dem Unternehmer, dass sein Geschäft Insekten töte und dass man damit nichts zu tun haben wolle. Daraufhin entwickelte Reckhaus gemeinsam mit den Schweizer Brüdern Riklin eine Alternative.

Respekt den Insekten

Seither stellt die Firma nur noch Insektenschutzmittel her, die ökologisch sind. Außerdem arbeite man an Lebendfallen, die im Idealfall bald alle anderen Mittel ersetzen sollen. Zudem gründete Reckhaus das Label „Insect Respect“, mit dem der Verlust an Biomasse berechnet wird, um daraufhin Ausgleichsflächen für die Insekten zu schaffen. Reckhaus hat beispielsweise auf dem Dach seines Firmengebäudes ein 200 Quadratmeter großes, grünes Biotop angelegt. Dort können sich Bienen und andere Insekten frei entfalten. Damit gewann er bereits andere Unternehmen, die ähnliche Projekte umsetzten. 

Herzens-Vision 

Reckhaus machte sich damit nicht überall beliebt. Der Umsatz des Unternehmens brach um ein Fünftel ein. Die Umstellung innerhalb der Firma sei nicht einfach, einige Handelsketten wollten die neuen Produkte nicht annehmen. Und der Vater und Firmengründer von Reckhaus, sprach lange Zeit kein Wort mit seinem Sohn. Doch Reckhaus gab nicht auf und blieb seiner Linie treu. Mittlerweile gibt es zumindest bei Aldi Süd die ökologischen Mittel zu kaufen. Ausserdem plant Reckhaus ein weiteres Geschäftsmodell, er möchte Privatleute und Unternehmen bei der Planung von insektenfreundlichen Lebensräumen unterstützen. 

Quelle trendsderzukunft, Reckhaus

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