Vier Quadratmeter wilder Garten
Bild: CCO Lizenz/pixabay/Caniceus

Schutz der Insekten
Vier Quadratmeter wilder Garten

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - vom

Bereits eine vier Quadratmeter Wildblumenwiese ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten.

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Eine zweijährige Studie englischer Wissenschaftler hat gezeigt, dass schon eine vier Quadratmeter große Wiese mit wilden Pflanzen ausreicht, um wesentlich mehr bestäubende Insekten vorzufinden. Dazu gehören Hummeln, wilde Bienen und Wespen.

 

"97 Prozent der Wildblumenwiesen im Flachland gingen in England und Wales zwischen 1930 und 1984 verloren", so die Gruppe um Janine Griffiths Lee von der University of Sussex in Brighton in der Fachzeitschrift "Journal of Insect Conservation".

 

Um herauszufinden, ob diese kleinen Flecken mit solchen Wiesen bereits ausreichen, den Lebensraum für nützliche Insekten zu verbessern und die biologische Vielfalt zu erhöhen, hatte das Forscherteam Bürger über soziale Medien dazu aufgerufen, mitzumachen. Die Mitmachenden sollten einen mindestens zwanzig Quadratmeter großen Garten haben. Die 150 Amateurwissenschaftler, die sich an diesem Projekt beteiligten, wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe bekam eine Wildblumen-Samenmischung aus dem Laden, die zweite eine Mischung, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen für die Vorlieben diese Insekten zusammengestellt ist und die dritte Gruppe bekam keine Samen.

 

Das Ergebnis dieser zweijährigen Studie kann sich sehen lassen: Bereits im ersten Jahr zogen die Minigärten 109 Prozent mehr Hummeln, 24 Prozent mehr einzelne Bienen und 126 mehr einzelne Wespen an als die Gärten ohne Wildblumen, die als Kontrollgruppe dienten. Im zweiten Jahr hatten sich diese Zahlen noch weiter erhöht.

 

"Dieses Projekt zeigt, dass Miniwiesen Bestäubern wirklich helfen können, indem sie sowohl die Insektenanzahl als auch die Vielfalt im Garten erhöhen", so Griffiths Lee. „Selbst kleine Blumenbeete, ob in Gärten, Kleingärten oder an Straßenrändern, könnten Insekten und Bestäubern messbare Vorteile bringen“, berichtet Co-Autorin Beth Nicholls im Fachmagazin.

 

 

Dabei hatte die erste Gruppe mit der Wildblumenmischung aus den Geschäften am besten abgeschnitten, denn diese hatte mehr Hummeln und Bienen und dafür weniger parasitäre Wespen angelockt. Zudem war die biologische Vielfalt deutlich höher.

 

Quelle: Zeit

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