Neue Messtechniken in Häfen erkennen Umweltsünder
Bild: CCO Lizenz/pixabay/didgeman

Kapitäne umgehen Verbote
Neue Messtechniken in Häfen erkennen Umweltsünder

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - vom

Schweröl ist für Fracht- und Vergnügungsschiffe in Ostsee, Nordsee, Ärmelkanal und anderen Küstengewässern verboten. Dieser Treibstoff darf aufgrund von grossen Mengen an Schwefeldioxid und anderen umweltschädlichen Substanzen nicht mehr verwendet werden. Es ist giftig für Fische und andere Meeresbewohner und verschmutzt die Meere stark. Doch einige Kapitäne halten sich nicht an das neue Gesetz, da der zugelassene Diesel für Schiffe um einiges mehr kostet. 

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Die Schiffe, die sich nicht an das Verbot hielten, wurden bisher nur schwer ausfindig gemacht. Doch nun hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg und Rostock Messstationen in den Häfen aufgestellt. Diese wurden von Experten und Forschern der Uni Bremen gemeinsam entwickelt. 

Analyse von Abgasen stellt die Umweltsünder 

Die Messstationen können Abgase vorbeifahrender Schiffe analysieren und dadurch erkennen, wer das umweltschädliche Schweröl getankt hat. Dazu brauchen die Messstationen allerdings die Hilfe des Windes. Bläst der Wind in eine andere Richtung, kann der Umweltsünder nicht erwischt werden. Ist der Wind aber ausreichend, werden in den Stationen Anteile von Schwefeldioxid, Kohlendioxid und Stickstoffmonoxid im Treibstoff genau gemessen und der verwendete Treibstoff im Abgas erkannt. 

Ist der Sünder dann erwischt, wird automatisch eine Email an die Schifffahrtspolizei gesandt. Diese kann das Schiff dann stellen. Die Stationen arbeiten rund um die Uhr. Eine weitere Station soll demnächst in Warnow errichtet werden. Auch mobile Messstationen auf Schiffen von Behörden sind geplant. So können die Umweltsünder auch auf hoher See ertappt werden. In Schweden, Finnland, Dänemark, den Niederlanden und Belgien gibt es bereits ähnliche Modelle.  Der Verkehr der Schifffahrt ist einer der größten Verursacher von Schadstoffen in der Umwelt. Mensch und Natur an den Küsten sind davon am meisten betroffen. 

Quelle: trendsderzukunft

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