Mangroven in Brasilien bleiben geschützt
Bild: CCO Lizenz/pixabay/kmarius

Gericht pro Naturschutz
Mangroven in Brasilien bleiben geschützt

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - Brasilien vom

Die Mangrovenwälder an der Küste Brasiliens sollten wirtschaftlich genutzt werden. Durch ein Gerichtsurteil bleiben die Mangroven nun doch geschützt. 

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Ein Gericht hat die Pläne der Regierung in letzter Sekunde gestoppt und damit die Mangrovenwälder, die sich über 14.000 Quadratkilometer an Brasiliens Küste erstrecken, geschützt. Dieses einzigartige Ökosystem besteht aus Bäumen und Sträuchern und beherbergt zahlreiche Tierarten. Vögel, Schlangen und Insekten sind in den Mangroven zu Hause. Der Bereich der Mangroven, der unter Wasser liegt ist voll von Algen und Seeanemonen und bietet Langusten, Garnelen und Fische eine reichhaltige Nahrungsquelle. 

 

 "Ungefähr 70 Prozent aller Meerestiere, die vom Menschen verzehrt werden können, sind zumindest in einer Lebensphase von den Mangrovenwäldern abhängig", erklärt Biologe Abuchahla gegenüber der DW. „Mangroven schützen die Küsten vor Tsunamis, Wirbelstürmen und Zyklonen und verhindern Erosion. Zudem filtern sie die Nährstoffe und Düngemittel aus der Landwirtschaft, bevor diese das Meer erreichen. Das verhindert das unkontrollierte Wachstum von Mikroalgen, die das Leben im Meer töten können.“

 

In Brasilien gibt es seit 2002 strenge Umweltschutzrichtlinien, die verhindern sollen, dass die Küsten bebaut und damit die Vegetation zerstört wird. Sie beinhalten, dass ein 300 Meter breiter Küstenstreifen nicht für die Bebauung oder als Agrarfläche genutzt werden darf. Diese Richtlinien sollten nun aufgehoben werden und legal bebaut werden.  Doch Umweltschützer klagten im Eilantrag vor Gericht. Dieser Klage gab Richterin Maria Carvalho statt, denn das Vorhaben der Regierung sei ein "eindeutiges Risiko eines irreversiblen Schadens für die Umwelt". Bereits mehrmals hatten brasilianische Gerichte die Pläne der Regierung zulasten der Natur ausgebremst. 

 

Quelle: dw 

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