Künstlich hergestelltes Pottwal-Ambra für Parfüms
Bild: CCo Lizenz/pixabay/vbernhard

Forschungserfolg aus Österreich
Künstlich hergestelltes Pottwal-Ambra für Parfüms

von Ana HuberAna Huber
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Gute Nachrichten aus - Österreich vom

Der seltene und hochpreisige Grundstoff Ambra von Pottwalen, der für die Herstellung von Parfüms verwendet wird, kann dank eines Forschungsteams aus Graz nun sowohl künstlich als auch umweltfreundlich und günstig hergestellt werden. 

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Der Pottwal hat keine natürlichen Fressfeinde außer dem Mensch. Aufgrund des Stoffes Ambra, der genutzt wird, um hochwertige Parfums herzustellen, wurde der Pottwal in der Vergangenheit so enorm gejagt, dass sein Bestand stark gesunken ist. Ambra, das aus dem Verdauungstrakt der Wale stammt, ist eine wachsartige Substanz, die sehr selten und sehr teuer ist. Manchmal erbrechen die Tiere große Ambra Klumpen ins Meer. Solch ein Klumpen ist etwa 50.000 Euro / Kilogramm wert. 

Ambra wird bereits seit 1930er-Jahren künstlich hergestellt, doch leider ist die Herstellung umweltschädlich und sehr teuer. An der Technischen Universität Graz gelang es nun gelungen, diesen Stoff künstlich und vor allem umweltfreundlich herzustellen. 

"Als Hauptquelle von Ambra dient Ambrein. Dieser Triterpen-Alkohol wird als Stoffwechselprodukt im Darm von weniger als fünf Prozent der Pottwale gebildet", so Harald Pichler vom Institut für Molekulare Biotechnologie der Technischen Universität und dem Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) und dem (TU) Graz gegenüber der standard.

 

Entwickelt wurde ein natürlicher Biosyntheseweg. Der Hefepliz Pichia pastoris wurde dazu gebracht das Ambrein zu erzeugen. Dazu braucht es lediglich eine einfache Kohlenstoffquelle wie Glycerol oder Zucker und mithilfe eines optimierten Enzyms kann das Ambrein dann in bisher unerreichter Qualität und außerdem umweltfreundlich und kostengünstig hergestellt werden. Dieses Verfahren wurde von den Wissenschaftlern nun zum Patent angemeldet und wird so bald als möglich der Industrie angeboten.

 

Quelle: derstandard

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