Kiel will erste müllfreie Stadt werden
Bild: CCO Lizenz/pixabay/blickpixel

Zero Waste City
Kiel will erste müllfreie Stadt werden

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus Kiel - Deutschland vom

Die Stadt Kiel plant den Müllausstieg und will damit Deutschlands erste Zero Waste Stadt werden. Bis zum Jahr 2035 will Kiel unter anderen Zielen den kompletten Restmüll halbieren.

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Aufgehäufte Zigarettenstummel, in Eimern und in Einmachgläser gefüllt, das konnte man zuletzt in der schleswig-holsteinischen Stadt Kiel sehen. Grund dafür war die Aktionswoche „Zero Wast Kiel“, zu der der Verein für Wasserschutz aufgerufen hatte. Auf Instagram unter dem Hashtag #CleanupSH sind die Funde aufgelistet.  Die Stadt will nun Deutschlands erste Zero Waste Stadt werden und ist Teil des Netzwerks Zero Waste Europe, in welchem sich bereits über 400 Städte mit dem gleichen Ziel zusammengeschlossen haben.

 

„Der Verein schlug der Landeshauptstadt Kiel 2018 vor Zero Waste City zu werden, die Idee ist von Beginn an auf breite Zustimmung gestoßen. Das spiegelt sich auch in dem einstimmigen Ratsbeschluss nach Fertigstellung des Zero-Waste-Konzepts wider“, so Tatjana Allers, die Leitung des Projekts im Kieler Umweltschutzamt gegenüber Greenpeace. 

 

Ziel ist bis 2035 den Restmüll der Stadt zu halbieren. Im Jahr 2017 lag der Restmüll pro Kopf und Jahr bei 170 Kilogramm. Langfristiges Ziel ist eine pro Kopf Menge von nur noch 50 kg Restmüll pro Jahr. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt aktuell bei 160 kg. Die gesamte Abfall-Menge inklusive Sperrmüll, Wertstoffen wie Papier oder Glas, Bioabfällen, Bauschutt, Klärschlamm und Straßenkehricht will man in Kiel um 15 Prozent senken.

 

Die Idee ist in der Küstenstadt auf großes Interesse gestoßen, denn Kiel ist schon länger bemüht nachhaltiger zu werden. Kiel ist außerdem Klimaschutzstadt und strebt eine Klimaneutralität bis 2050 an. Im Jahr 2019 hatte Kiel den Klimanotstand ausgerufen und wurde mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 ausgezeichnet. Das Ziel kann allerdings nur erreicht werden, wenn alle Bürger*innen der Stadt mitmachen. Eine der vielen Ideen ist, das zehn Schulen Kiels das Thema in den Lehrplan aufnehmen und umsetzen. Dazu gehören beispielsweise konsequente Mülltrennung, keine Einweg-Artikel vor Ort, abfallfreie Mensen und mehr.

 

„Das ganze Konzept wird nur erfolgreich sein, wenn jeder einzelne zu Hause Abfall vermeidet“, sagt Tatjana Allers zu Greenpeace. „Alle Kielerinnen und Kieler sollten nun überlegen, wo sie mit Spaß Abfälle reduzieren könnten“, ist auf der Website der Stadt Kiel zu lesen.

 

Zudem will man das Konzept von „Pay as you throw“ prüfen. Diese Idee stammt aus den USA und beinhaltet die Berechnung der Entsorgungskosten für den gesamten Haushaltsabfall anhand der Menge. Das bedeutet, wer weniger wegwirft, zahlt auch weniger für den Müll.

 

 

 

Quelle: Greenpeace

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