Herbstnebel

Herbstnebel

Heute Morgen der Blick aus dem Fenster nach Sonnenaufgang... Nebelreissen, wie wir in Bayern sagen. Die Berge scheinen in weite Ferne gerückt zu sein. Nur ab und an blitzt der schwarz wirkende Bergwald zaghaft durch die sich ständig verändernden Nebelschwaden. Wie im richtigen Leben denke ich .....

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Und wirklich, wer von uns allen geht nicht gerade durch ein Wirrwarr auftauchender Gedanken, Gefühle, Emotionen und Ereignisse.

Nichts ist wie es scheint und nichts scheint so zu sein wie es ist. All das, was das Ego einmal an konkreten und erfolgversprechenden Vorgehensweisen als „bombensicher“ abgespeichert hat, löst sich schon seit längerem in Luft auf, ist nicht mehr anzuwenden. Hinzu kommt die Schnelligkeit der wechselnden Gegebenheiten. Von den von außen hereinströmenden Energien und den zusätzlichen Beeinflussungen des Kollektivs und den Menschen um uns alle herum, gar nicht zu reden. Wer da nicht konsequent bei sich selbst bleibt, in sich zentriert und nur auf das eigene Herzensgefühl fokussiert, verliert sich zwangsläufig irgendwo im Herbstnebel.

Es scheint, als wäre alles so undurchsichtig, dass nicht einmal der beste Hellseher noch sagen könnte, wo der Weg hinführt. 

Wenn man mich diesbezüglich nach dem Warum fragen würde, so wäre meine Antwort, dass auch dies genau im Plan ist. Was könnte uns alle besser schulen ins Vertrauen zu kommen, und auf das eigene Herz zu hören, als das Entfernen aller Wegweiser auf die wir uns jemals gestützt und verlassen haben. 

Solange wir noch krampfhaft versuchen Kontrolle ausüben zu wollen, werden wir auf der Suche nach den entsprechenden Wegweisern durch den Nebel irren. Das Ego wird die Oberhand übernehmen wollen, wird uns weismachen wollen, dass wir mit unseren äußeren, altbekannten und gewohnten Sinnen als Orientierungshilfe ganz einfach und sicher den Weg wiederfinden werden. Sie haben sich schließlich doch schon so oft bewährt. 

Mitnichten.....Schließlich werden wir müde, orientierungslos, hilflos und ernüchtert zusammensinken und völlig irritiert fragen, wo wir sind, wer wir sind und was nun zu tun ist. Wir werden immer noch versuchen einen Wegweiser zu finden, doch es gibt an diesem Ort nichts mehr zu finden, nichts mehr festzuhalten, es ist nichts mehr da von dem was wir kannten. Dort wo nichts mehr ist, kann nichts mehr kontrolliert, zugeordnet, eingeteilt und verstandesmäßig wahrgenommen werden. 

Wenn das was ich wahrnehme nicht mehr einzuordnen ist, bleibt einzig und allein der Weg nach Innen. Ich schließe die Augen, fühle in mich hinein und versuche wie ein Mensch der sein Augenlicht verloren hat wahrzunehmen was um mich ist. Ich kann nur noch erfühlen, ich kann nur noch meiner Intuition folgen, meinem Bauchgefühl den Vortritt gewähren und alles andere ausblenden. Jeder Gedanke der mir sagen möchte wohin es geht, ist nur wieder ein Versuch des Egos am Alten anzuknüpfen. Ebenso wie jeder Ruf eines anderen im Nebel herumirrenden Menschen, den ich wie aus weiter Ferne wahrnehme und dessen Richtung ich nicht genau ausmachen kann, können auch gutgemeinte Ratschläge und Tipps in eine für mich völlig sinnlose und unproduktive Richtung weisen, weil jener Mensch eben auch nicht weiss, wo ich mich gerade befinde und welcher Weg der Beste für mich ist. 

Der einzige Weg aus dem Nebel geht über mein eigenes Herz. Wenn ich nur all dem voll und ganz vertraue was es mir zuflüstert, werde ich das Licht  wieder wahrnehmen, welches durch den Nebel leuchtet und mich sicher immer aus jeder Finsternis führt. 

Ich wünsche Euch tiefes Herzensvertrauen in dieser Zeit und dass ihr Euer wegweisendes Leuchtfeuer findet. 

Von Herz zu Herz

© Monika Hagn | http://sanara-lebenslicht.jimdo.com/

Dies war ein Gastbeitrag auf den nur positiven Nachrichten von Monika Hagn. Vielen Dank für die wunderschönen Worte.

 
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Vielen herzlichen Dank für diesen Gastbeitrag. Deine Worte passen sehr gut zu dieser Jahreszeit. Ich wünsche mir, dass auch mein Herz mein wegweisendes Leuchtfeuer sein mag.

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