Für jeden Hasskommentar einen Euro in die Flüchtlingshilfe
Bild: CCO Lizenz/Pixabay/geralt und OpenClipart-Vectors, Collage: ipdan

Unfreiwillig spenden
Für jeden Hasskommentar einen Euro in die Flüchtlingshilfe

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Unter dem Motto „Hass hilft“ rief die Organisation „Zentrum Demokratische Kultur gGmbH, kurz ZDK, im Jahr 2015 diese unfreiwillige Spendenaktion ins Leben. Jeder, der einen rassistischen Kommentar auf Facebook hinterlässt, spendet damit automatisch einen Euro. Und der fließt in die Flüchtlingshilfe. Ziel ist dabei eine komplette Umkehr der ursprünglichen Intention. Gewinnbringend oder traurig? Über 71.000 Euro hat die Aktion bisher eingebracht und immerhin entschuldigte sich der eine oder andere Kommentarschreiber im Anschluss.

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Und so funktioniert es

Mit der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015 konnte sich das soziale Netzwerk Facebook vor Hasskommentaren kaum noch retten. Besonders die Medien- und Nachrichtenseiten wurden aufgrund ihrer Berichterstattungen regelmäßig davon überschwemmt. Da weder Politiker noch das soziale Netzwerk Facebook eine Lösung für dieses Problem herbeiführten, kam die Organisation ZDK auf die Idee, die Intention einfach umzukehren. Dazu wurde ein Tool entworfen, welches seitdem im Hintergrund an die am meist betroffenen Seiten angedockt ist. Sobald nun jemand einen Kommentar mit einer rassistischen Aussage schreibt, wird das von diesem Tool registriert und es verfasst eine automatische Antwort. Das sieht dann ungefähr so aus:

Hasskommentar Manuel Q.: 

„Die einen fluten das Land mit Asylanten und feiern dies, die anderen zünden Asylantenheime an. Ursache und Wirkung.“

Antwort Hass hilft:

„Vorrrbildlich Kamerrrad! Mit deinem Hass-Kommentar hast du, Manuel Q., automatisch 1€ an Flüchtlinge und EXIT-Deutschland gespendet."

Die fleißigsten Spender werden statistisch aufgeführt. Außerdem können die Kommentare auf der Website der Organisation und auf der Facebookseite nachgelesen werden.

Finanzierung

Doch woher kommt das ganze Geld für die Spenden? Von Direktspenden namenhafter Firmen und Organisationen wie beispielsweise „Sky“ und der „FC St. Pauli“, bis hin zu Spenden aus Provisionen von Onlineeinkäufen ist alles dabei. Sogar Facebook selber fand die Aktion so gut, dass sie diese unterstützen. Die Spenden gehen jeweils zur Hälfte an die „Aktion Deutschland Hilft“ und an „EXIT-Deutschland“.

Vorläufer

Seinen Ursprung fand die Idee im November 2014. Beim jährlichen Rudolf-Heß-Gedenkmarsch demonstrierten zahlreiche Neonazis. Im Vorfeld hatten sich Sponsoren darauf geeinigt dass für jeden gelaufenen Meter der Demonstranten, 10 Euro an „EXIT-Deutschland“ gespendet werden. Ohne Wissen der Beteiligten wurden auf diesem Wege 10.000 Euro gesammelt. Die Aktion erhielt den Namen „Rechts gegen Rechts“ und kommt seitdem regelmäßig zum Einsatz. Quelle: WikipediaHass hilft

Und hier seht ihr noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

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