Ein Rollstuhl der Treppen steigen kann
Bild: CCO Lizenz/pixabay/27707

Technik-Innovation aus der Schweiz
Ein Rollstuhl der Treppen steigen kann

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - Schweiz vom

Das Schweizer Unternehmen Scewo hat es nach einigen Jahren Forschung geschafft einen Rollstuhl zu bauen, der auch Treppen steigen kann. Das System funktioniert mit einem kurzzeitigen Umstieg von Rädern zu Raupenantrieb. 

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Scewo, das junge Start-up aus der Schweiz hat es endlich geschafft: Nach langer Zeit des Forschens konnte ein treppensteigender Rollstuhl so konstruiert werden, dass er marktreif ist. Die Idee für den Rollstuhl wurde in einem Uni-Seminar geboren. Dieses Seminar bestand aus einer Kooperation von Studenten der ETH Züricher und der Zürcher Hochschule für Künste. Gemeinsam kreierten sie den Prototypen, wobei die Maschinenbauer die Hard- und Software konstruierten und die Designer das Äußere gestalteten. 

  

„Das war dann ein Team von zehn Studenten die eigentlich den ersten Prototypen gebaut haben“, berichtet Tabita Rüegg, die heute für das Marketing bei Scewo zuständig ist dem Deutschlandfunk. „Damit gingen sie ja dann raus. Es gab ein Video, das in kürzester Zeit viral ging. Dann hat man eigentlich erkannt, dass da irgendwo doch Potenzial steckt. Es gab dann auch die ersten Leute, die angerufen und gefragt haben, wo man diesen Rollstuhl bestellen kann.“

 

Daraufhin entschieden sich drei der Studenten aus der Seminargruppe ein Start-up zu gründen, um den Rollstuhl weiterzuentwickeln. Dieses Treppensteigende Gefährt hat Ultraschallsensoren, die Treppen und andere Hindernisse erkennen können. Dann schaltet er um von den Rädern zu Raupenantrieb. Die Förderbänder des Raupenantriebes senken sich dazu zwischen den Rädern ab. Der Rollstuhl kann anschließend die Treppen rauf und runter gleiten. 

 

„Wenn du runter fährst, dann fährst du 50 cm vor die Treppe, aktivierst den Treppenmodus. Dann fährst du auf die Treppe los und muss dann halt noch überprüfen ob er sie erkannt hat oder nicht. Visuell oder mit Tönen zeigt er dir das an. Dann fährst du einfach runter. Wenn du die Treppe rauf fährst, dann musst du quasi rückwärts rauf fahren,“ erklärt Michael Hartmann, einer der ersten Tester dem Deutschlandfunk. 

 

Der Rollstuhl hat außerdem eine Rückfahrkamera und Stützräder für mehr Stabilität beim Stehen. Derzeit kostet dieses Gerät rund 33.000 Euro. Die Krankenkasse entscheiden im Einzelfall über eine Kostenübernahme. Das Interesse ist laut Scewo dennoch hoch, denn dieser Rollstuhl verspricht mehr Freiheit und Selbstbestimmung für Menschen im Rollstuhl. 

 

 

Quelle: Deutschlandfunk 

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