Brillen für Alle
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One-Dollar-Brillen Projekt
Brillen für Alle

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - vom

Ehemaliger Lehrer gründet ein Projekt, um Menschen, für die eine Brille unerschwinglich ist, eine Sehhilfe zu ermöglichen.

Ergotopia

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Martin Aufmuth, der ehemalige Realschullehrer hat das Projekt „Ein-Dollar-Brillen“ gegründet, damit alle Menschen Zugriff auf eine Brille haben. Rund 950 Millionen Menschen weltweit haben Sehfehler und kein Geld für eine Brille. In Bolivien fehlt laut Statistik der WHO jedem zehnten Menschen der Zugang zu einer augenärztlichen Versorgung. Diesen Missstand wollte Martin Aufmuth ändern und experimentierte in seiner Werkstatt ein halbes Jahr.

 

„Ich hatte gelesen, dass sehr viele Menschen auf der Welt eine Brille benötigen, sich aber keine leisten können. Wenig später hielt ich im Discounter eine Lesebrille für einen Euro in der Hand“, so Aufmuth gegenüber der Frankfurter Rundschau.

 

Das Ergebnis seiner Experimentierphase ist eine patentierte Biegemaschine, mit der sich innerhalb weniger Minuten Federstahldrähte zu einem passgenauen Brillengestell biegen lassen. Der Bügel und der Nasensteg wird mit einem Schrumpfschlauch versehen und bunte Perlen machen jede Brille zu einem Unikat. Das Ziel war Arbeitsschritte zu minimieren, teure Maschinen zu ersetzen und Materialkosten einzusparen. Die Maschine wird ohne Strom betrieben und die Gläser können einfach in den Brillenrahmen eingeklickt werden.

Seine Erfindung hat Aufmuth sogar schon im Fernsehen präsentiert. Während der Sendeunterbrechung hat er in wenigen Minuten eine Brille für den Moderator gefertigt. Seit 2012 ist das soziale Projekt auf mittlerweile 300 ehrenamtliche Mitarbeiter gewachsen.  300 000 Brillen-Modelle sind seither gebogen worden. Und in acht Entwicklungsländern auf drei Kontinenten wurden die Brillen bisher schon vergeben.

 

„Die Brillen sind erschwinglich, aber haben einen sozialen Preis, der an das Durchschnittseinkommen im Land angepasst ist. So stellen wir sicher, dass die Brillen nur an diejenigen gehen, die zwingend darauf angewiesen sind.“

 

In Bolivien gibt es drei mobile Teams, die durch das Land fahren und die Brillen direkt vor Ort anfertigen. Außerdem werden Fachkräfte ausgebildet, die das ganze Projekt möglich machen. Finanziert wird das Projekt hauptsächlich durch Spenden.

 

Quelle: FR

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