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Bioreisen Siebenbürgen: Who the fuck is Dracula?

Bioreisen Siebenbürgen: Who the fuck is Dracula?

Gute Nachrichten aus - Rumänien

Erwähnt man in Transsilvanien (=Siebenbürgen) Dracula, erntet man entweder ein Fragezeichen im Gesicht seines Gegenübers, oder aber ein mitleidiges Lächeln. Denn die wahren Schätze dieser für viele Touristen noch erstaunlich unbekannten Region Rumäniens liegen ganz wo anders: In der vielfältigen Kultur, Naturlandschaft und seiner einzigartigen Geschichte. Auch abseits des Mythos um den blutrünstigen Fürsten Vlad Tepes, der durch den Schriftsteller Bram Stokers als Dracula bekannt wurde.

Doch, um ehrlich zu sein: Bis ich meine Frau dort kennengelernt habe, kannte auch ich Transsilvanien nur als die Heimat von Vampiren – Rumänien war für mich nur eines von vielen Ländern im Osten Europas, arm und korrupt. Glücklicherweise führte mich ein Europatrip vor wenigen Jahren jedoch genau in diese Region des Landes, und hat mein Bild von Rumänien, und speziell von Siebenbürgen, komplett umgekrempelt.

Heute, nach zahlreichen Besuchen in der Heimat meiner Frau, schätze ich besonders die unberührte Natur dort sehr, habe mich in die lokale Küche verliebt, und weiß auch um die eng mit Deutschland verbundene Geschichte dieser Region, die auch Transsilvaniens zweiten Namen, Siebenbürgen, erklärt.
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Wir sprechen Deutsch

Nicht nur die Architektur in einigen Städten und Dörfern Siebenbürgens kommt deutschen Besuchern seltsam bekannt vor - auch sprachlich kommt man als Deutscher ohne Englischkenntnisse erstaunlich gut zurecht auf den Straßen der großen siebenbürgischen Städte. Der Grund dafür ist im 12. Jahrhundert zu finden: Die damals ungarischen Herrscher Transsilvaniens warben erfolgreich um deutsche Siedler für die unterentwickelte Region, um sie wirtschaftlich nach vorne zu bringen und um Europa im Osten militärisch abzusichern.

Die Siedler leisteten ganze Arbeit, und errichteten zahlreiche Festungen, Wehrkirchen, Dörfer und Städte – die bis Heute, neben ihrem rumänischen, auch noch ihren deutschen Namen tragen. Nach dem zweiten Weltkrieg sind die Siebenbürger Sachsen, wie die Siedler genannt wurden, zwar beinahe vollständig zurück nach Deutschland gezogen, ihre Spuren sind aber immer noch deutlich sichtbar. Neben den architektonischen Hinterlassenschaften und den Ortsnamen, auch in der Sprache: Deutsch zu lernen ist hier hoch im Kurs, und wird neben Englisch noch vor Französisch, Spanisch oder Italienisch gelehrt. Sogar komplett deutsche Schulen sind in den größeren Städten keine Seltenheit.

Ach ja, woher der Name Siebenbürgen kommt? Höchstwahrscheinlich wegen der sieben großen Stadtgründungen durch die Siebenbürger Sachsen in der Region: Hermannstadt, Kronstadt, Bistritz, Schäßburg, Mühlbach, Bros und Klausenburg. Gänzlich geklärt ist die Herkunft jedoch nicht, unstrittig ist jedoch dass er mit dem deutschen Einfluss dort gebräuchlich wurde.

Bären, Berge und Wildnis

Soweit zur besonderen Bedeutung Deutschlands in Siebenbürgen. Für mich persönlich jedoch viel wichtiger, ist die ursprüngliche Schönheit der dortigen Naturlandschaft. Als ich das erste Mal das Land der Vorfahren meiner siebenbürgischen Frau betrat, war ich überwältigt: Bäume und Berge so weit das Auge reicht. Rauen Felsen, sanfte Hügel, eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Dazu die glasklare Luft, der unvergleichliche Klang der wilden Natur. Nachdem ich das traditionelle Essen probiert hatte, war es um mich geschehen. Ich hatte mein persönliches, kleines Paradies gefunden. Und wollte es nun auch anderen zeigen.

Meine Frau hatte bereits einige Jahre zuvor Besuchergruppen in die Region gebracht, und ihnen über Wwoofing* sowie projektgebundene Aufenthalte die lokalen Traditionen und das natürliche Zusammenspiel von Mensch und Umwelt in ihrem Heimatdorf näher gebracht.

Da ich während eines Sommerbesuches auf dem Land ihrer Familie eine alte Scheune entdeckte, fingen wir an diese Idee weiter zu entwickeln. Wie wäre es denn, auch längere Besuche im Dorf zu ermöglichen, dabei trotzdem unsere Grundsätze der Nachhaltigkeit und biologischen Lebensweise aufrecht Erhaltend?


Das Bio-Gästehaus nimmt Gestalt an

Durch die Geburt unserer Tochter zusätzlich darin bestärkt etwas sinnvolles und bleibendes zu schaffen, feilten wir an unseren Plänen. Wir würden die Scheune grundlegend renovieren müssen: Neues Dach, Wände isolieren, einen Boden verlegen, Fenster einbauen, sie einrichten. Auch eine Veranda wäre schick. Dann wäre da noch der verwilderte Obstgarten vor dem Haus, sowie der Rest des 10.000 qm großen Gartens, der gestaltet und umzäunt werden muss.

Mehrere Monate verbrachten wir mit der Planung, während der wir auch beschlossen, das Projekt primär über Crowdfunding zu finanzieren. Denn, obwohl wir so viel wie möglich beim Umbau selbst erledigen wollen: Ganz ohne Fachmänner – beispielsweise beim Aufsetzen eines neuen Daches – würden wir nicht zurande kommen. Auch die Baumaterialien würden etwas kosten.

Da der Platz hier fehlt, um näher auf das Projekt und die Kampagne einzugehen, empfehlen wir euch einfach einen KLICK auf folgenden Link: https://www.startnext.com/bio-retreat

Dort erfahrt ihr mehr zu uns, zu dem Projekt, und was wir damit genau vorhaben. Für jede Unterstützung sind wir sehr dankbar. Und, wenn alles klappt, seid ihr auch alle herzlich willkommen uns in unserem Bio-Retreat in Siebenbürgen zu besuchen. Ab Sommer 2018 öffnen wir unsere Pforten, Unterstützer der Kampagne können sich dafür schon jetzt Plätze sichern.

*WWoof: "Ein weltweites Netzwerk, das von der Idee getragen wird Menschen zusammenzubringen, die einen naturverbundenen Lebensstil auf dem Land führen – oder aktiv kennen lernen wollen." (Quelle: WWOOF)

Fotos

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