Bakterien fressen Plastikmüll schneller auf
Bild: CCO Lizenz/pixabay/Hans

Lösung für Plastikproblem
Bakterien fressen Plastikmüll schneller auf

von
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - vom

Forscher haben Enzyme kombiniert, die Plastik zerlegen und beschleunigen dadurch enorm den Abbau der Kunststoffgruppe PET. 

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Einige Bakterien sind in der Lage Kunststoffe zu zerlegen, so dass diese abgebaut werden können. Forscher aus den USA haben kürzlich in einer Studie entdeckt, dass der Abbau des Kunststoffes PET durch die Kombination zweier bakterieller Enzyme doppelt so schnell funktionieren kann. PET ist der gängige Kunststoff, aus dem die meisten Flaschen, Behälter, Folien und Textilfasern bestehen. 

 

Im Jahr 2016 hatten japanische Forscher über den Fund des Bakteriums Ideonella sakaiensis in einer Recyclinganlage für Plastikflaschen berichtet und auf microbiologyresearch veröffentlicht. Sie erkannten damals, dass diese Bakterien PET als Nahrungsquelle nutzen und damit den Kunststoff abbauen können. Verantwortlich dafür sind die beiden Enzyme PETase und MHETase. 

 

Nun haben die US-Wissenschaftler Gregg Beckham vom National Renewable Energy Laboratory in Golden (US-Bundesstaat Colorado) und John McGeehan von der University of Portsmouth zwei Enzyme dieses Bakteriums miteinander kombiniert und dadurch die Fähigkeit den Kunststoff PET abzubauen enorm erhöht. Diese Kombination baut das Plastik doppelt so schnell ab wie zuvor. Diese Ergebnisse haben die beiden Forscher im Magazin  "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) kürzlich veröffentlicht. 

 

"Unsere ersten Experimente haben gezeigt, dass sie tatsächlich besser zusammenarbeiten. Deshalb haben wir uns entschlossen, sie physisch zu kombinieren“, schreibt McGeehan in einer Mitteilung seiner Universität.  "Zusammengenommen bieten diese Ergebnisse Einblicke in die PET-Zerlegung durch das Zwei-Enzym-System und werden künftige Bemühungen zum biologischen Abbau und zur Abfallveredelung von gemischten Kunststoffen inspirieren", berichten Beckham, McGeehan und Kollegen laut n-tv. 

 

Diese Entdeckung könnte in Zukunft dazu beitragen, eine PET-Kreislaufwirtschaft aufzubauen und damit den Plastikmüll weltweit enorm zu reduzieren. 

 

Quelle: n-tv

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