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Zwischen Chaos und Sehnsucht - eine aufregende Reise zum eigenen ICH

Zwischen Chaos und Sehnsucht - eine aufregende Reise zum eigenen ICH

In der folgenden Kurzgeschichte nimmt uns Uwe Frankenfeld mit auf eine Reise zum eigenen ICH. Ein Bergsteiger wird darin mit seiner inneren Stimme konfrontiert. 
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Zwischen Chaos und Sehnsucht - eine aufregende Reise zum eigenen ICH

Hinter den massiven Bergketten der Anden erhoben sich langsam  und anmutend, die rötlichen Strahlen der aufgehenden Morgensonne. Majestätisch präsentierte sich ihm die in Hochnebel eingebettete Gebirgskette im heller werdenden Licht des noch so jungen Tages. 
 
Das war Chile, das waren die Anden und das  war sein Berg. Das war der El Plomo, und er hatte es geschafft. Auf 5424 Metern  saß Frank und verlor sich mit seinem Blick in der so unwirklich anmutenden Schönheit  dieses einzigartigen Naturwunders. 
 
Als er da saß, auf einem der höchsten Berge  der Chilenischen Gebirgswelt, fernab der Zivilisation und tausenden Kilometern von zu Hause  entfernt, lachte er laut auf. Er schmunzelte als er daran  dachte, wo ihn der Weg seines verrückten Lebens diesmal wieder hingeführt hat. 
 
In anderen Momenten, auf dem Weg zum Gipfel, wollte  er aber auch schon am liebsten hinschmeißen, zweifelte an seinen Fähigkeiten und überlegte aufzugeben und nicht weiterzugehen. Manchmal war der Gegenwind so  stark, dass er nicht dagegen ankam und wieder an Höhe  verlor. 
 
"Du schaffst das nicht, du bist zu schwach, minderwertig  und ängstlich", 
 
sendete RbH1 (Radio big Hirn1) mit regelrechtem Eilmeldungscharakter, die Hiobsbotschaften raus an seine Antennen. Das ließ ihn schon oft  an seinen Stärken und Fähigkeiten zweifeln. Doch im Laufe der Jahre  verstand er es immer besser die Empfänger zu justieren, sodass er relevante  und weniger nützliche Informationen, schneller und besser unterscheiden und filtern lernte. Er hinterfragte jetzt die Aussagen des kleinen Mannes in  seinem Ohr, der einfach nicht still sein wollte.
 
Vielleicht leben viele Menschen dreiviertel ihres Lebens oder mehr,  in der Annahme, jemand zu sein, der sie eigentlich gar nicht sind,  nur weil sie einer Gehirnwäsche unterzogen wurden - von ‘nem kleinen Mann mit ‘nem Fm- Sender der immer on air ist, 24 Stunden, sieben Tage  die Woche.
 
Der Unterschied ist nur, dass einigen, denen die vielen  Falschmeldungen aufgefallen sind, einen Weg gefunden haben, die Lautstärke bei  Bedarf zu reduzieren. Denn ihnen wurde bewusst, dass sie Jahrzehnte mit  Totgrübeln verschwendet haben und alles für die Katz war, weil keines  der zahllosen Eventualitäten und was wäre wenn’s je eintraten. Er schmunzelte  über die Vielfalt seines Senders, als er seine Gedanken beobachte.
 
Selbst dieses teilweise Unruhe stiftende und oft für Verwirrung  sorgende Medium konnte ihn letztendlich nicht dauerhaft davon abhalten, weiterzugehen und ein erneutes Mal all seine Kräfte zu  bündeln, um es nochmal zu versuchen.
 
Der Blick auf die vollendete pure Schönheit, der sich  vor ihm auftuenden Gebirgskette, dem Ort an dem er sich gerade befand und  all das, wodurch ihn der Weg dorthin führte, ließen ihn seinem Ziel,  wenn nicht sogar dem Sinn seines Lebens unheimlich näher kommen ...
 
nämlich zu sich selbst zu finden! 
 
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