60 Minuten auf diesem Heimtrainer versorgen ein Haus für 24 Stunden mit Strom - innovative Energiegewinnung
Symbolbild: Adobe.Stock/pavel_shishkin
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Gute Nachrichten aus Lucknow - Indien vom

Zukünftig können wir zu Hause Sport treiben und gleichzeitig unsere Stromrechnung dadurch reduzieren. Ein findiger Geschäftsmann aus Indien macht dies nun möglich. 60 Minuten auf dem „Free Electric Bike“ von der Initiative „Billions in Change“ produziert so viel Strom, wie ein Haus in Entwicklungsländern für 24 Stunden benötigt.

Kaum ist das alte Jahr vorüber rennen tausende Menschen in die Fitnessstudios dieser Lande, um die angefutterten Pfunde zu verlieren. Zukünftig könnte es allerdings mehr Sinn ergeben, sich einen Heimtrainer des indischen Geschäftsmannes Manoj Bhargava zu kaufen und zu Hause zu trainieren. Sein neu entwickelter Heimtrainer treibt durch Treten ein Schwungrad an, mit dem ein Generator betrieben wird. So wird die mitgelieferte Batterie aufgeladen.
 
Eine andere gute Möglichkeit wäre es, wenn immer mehr Fitnessstudios Spinning-Räder anbieten würden, die Strom erzeugen. So würden die Mitglieder und der Fitnessclub profitieren: 
Laut Bhargava sollen 60 Minuten der sportlichen Betätigung ausreichen, um mit dem so produzierten Strom ein Einfamilienhaus für 24 Stunden mit Energie zu versorgen.
So hilft das „Free Electric Bike“ den Menschen:
 
Funktionsweise
Durch die Bewegung der Pedalen wird der Turbinengenerator ebenfalls in Bewegung gesetzt und lädt dabei einen 12-Volt-Akku auf. Darin wird die Energie gespeichert und kann flexibel genutzt werden. Für Entwicklungsländer, die sonst keinen Strom zur Verfügung hatten, ist das eine große Bereicherung. 
 
Allerdings spricht Bhargava nicht an, wo sich ein solches Haus befinden soll. Für europäische Verhältnisse wird diese Rechnung wohl nicht aufgehen. Unsere Leser Andreas W. und Stephan S. haben uns darauf hingewiesen, dass die Dauerleistung eines Menschen bei etwa 100 Watt liegt. Je nach Wirkungsgrad sollte man also etwa 0,1 kWh in einer Stunde erstrampeln können.
„Eine neue Kühl-Gefriekombi Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht pro Tag 0,42 kWh“, so Weckler. 
Dementsprechend kann die Rechnung zumindest für europäische Haushalte nicht aufgehen. Allerdings würde es reichen, um eine Spielekonsole für eine Stunde mit Strom zu versorgen. Wäre es nicht großartig, wenn sich unsere Kinder ihre Spielzeit zukünftig erstrampeln müssten? ????
 
Produktion
Der 62-jährige Inder schätzt, seinen Heimtrainer für 100 Dollar pro Stück produzieren zu können. Der Verkaufspreis dürfte aber deutlich höher sein. Die ersten 10.000 Modelle werden nach Indien geliefert. Wann diese Innovation auf dem europäischen Markt verfügbar sein wird, ist unklar. Bhargava möchte mit seinem Bike vor allem ärmere Länder, die zum Teil über keine Stromversorgung verfügen, helfen. Dort kann sie ohnehin viel mehr bewirken, als in Europa.
Das Gerät sei „die günstigste und praktischste Art, um Strom in der ganzen Welt zu erzeugen.“
Aus der Armut strampeln
Für den Erfinder ist der Schlüssel aus der Armut Energie. Durch den Zugang zu Strom können die Menschen beispielsweise ihr Handy aufladen oder Lampen im Haus benutzen. So können sie sich im Internet weiterbilden oder im Dunkeln lesen. Energie bedeutet auch gesellschaftliche sowie politische Partizipation und wirtschaftlichen Fortschritt, da die Bewohner kleine Maschinen benutzen können. Wenn jede Familie in einem Dorf eines Entwicklungslandes eine Stunde am Tag auf diesem Fahrrad fahren würde, dann wäre das ganze Dorf genug mit Energie versorgt.
 
Hier gibt es ein kurzes Video über das Fahrrad und ein längeres Video über weitere Hilfsprojekte von Billions in Change:

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Toll, wo kann ich das kaufen?
G
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Also ich finde das ist eine super Sache! Allerdings bezweifle ich, dass ein bereits armer Haushalt in Indien sich so ein Gerät jemals leisten könnte. Kann mir nicht vorstellen das der Markt dafür so groß wird, das dadurch die Preise sinken. Da wird vermutlich eher Strom günstiger. Aber die Idee ist top! :)
G
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Wirklich genial! Auch wenn es das so wahrscheinlich erst in einigen Jahren im Haushalt geben wird.

LG
L
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Er spricht in dem Video davon, dass neben der "Strampelkraft" auch freie Energie genutzt wird. Somit geht wohl die Rechnung mit 100 Watt / Stunde nicht auf. Sonst wäre das ja auch keine neue Erfindung...
A
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Genial,
RB
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Finde ich super was kostet sowas
G
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Naja, die Energie, die in die Herstellung dieses Geräts (Aluminum, Plastik, etc.) ist wohl um ein Vielfaches höher, als jemals damit wieder reingestrampelt werden kann...
B
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Also er reicht sicher nicht für den Haushalt, aber es wäre eine geniale Idee um faule Jugendliche zu motivieren.. ich hätte da keine Hemmungen Spielkonsolen, Handies etc an dieses Ding anzuschliessen..
G
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Ich Finde es Trozdem Toll.Auch wenn man kein Haus damit Betreiben kann ist es doch der Richtige Weg.Ich Verneige mich Hochachtungsvoll vor dem Menschen die versuchen Etwas zu verbessern auf dieser oft Tristen Welt.Das ist sicher ausbaufähig und was weis irgendwann ist die Technik soweit um wirklich komplett Energie zu erzeugen ohne das man die Unwelt zerstört.
Antwort des Verfassers 28 Februar 2016

Lieber Gerhard,

ich danke Dir für diesen Kommentar. Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Aus diesem Grund, wollte ich auch darüber berichten. Nur weil heute manche Dinge nicht möglich sind, heißt das nicht, dass es morgen oder in Zukunft nicht funktionieren kann.

Liebe Grüße
Daniel

G
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Naajaa... Die Rechnung mag vielleicht für einen indischen Haushalt aufgehen... Die Dauerleistung eines Menschen liegt bei etwa 100 Watt. In einer Stunde hat man also 0,1 kWh in einen Akku gestrampelt. Seien wir großzügig und strengen uns doll an... außerdem glauben wir kurz an einen Wirkungsgrad von 100% und vergessen alle Verluste in Wandlern und im Akku: 0,2 kWh „grin“-Emoticon

Eine neue Kühl-Gefriekombi Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht pro Tag 0,42 kWh... Also schon das DOPPELTE.

Haben wir noch kein Licht, kein Fernsehn, kein Handy aufgeladen, NICHTS GEKOCHT.

Ergo: TOTALER SCHWACHSINN.
Antwort des Verfassers 12 Januar 2016

Lieber Andreas,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Der Hersteller stellt allerdings diese Behauptung auf seiner Webseite auf. Allerdings gibt er tatsächlich nicht an, wo sich ein solches Haus befinden soll. Da der Einsatz auch für arme Gegenden ohne Stromversorgung vorgesehen ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass er sich hier auf ein Haus in einer solchen Gegend bezieht.

Grundsätzlich finde ich diesen Ansatz aber sehr gut. Es bleibt abzuwarten, ob ein solches Gerät den Weg in unsere Wohnungen finden wird.

Laut http://www.stromverbrauch-haushalt.de/spielekonsole-berechnen.html verbraucht eine Spielekonsole in einer Stunde 0.1 kWh. Nach Deiner Rechnung müsste man also eine Stunde radeln. Wäre das nicht großartig, wenn sich unsere Kinder das Computerspielen erstrampeln müssten :)

Vielen Dank und schöne Grüße
Daniel

http://billionsinchange.com/solutions/free-electric

A
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