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Warum recht haben zu wollen ein falscher Freund ist
Bild: CCO Lizenz/pixabay/skeeze

Es kostet Zeit, Lebensfreude und Glück aus den falschen Gründen Recht haben zu wollen
Warum Recht haben zu wollen ein falscher Freund ist

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Gute Nachrichten aus Dresden - Deutschland

Hast Du Dich schon einmal darüber gestritten, wer in einer Sache Recht hat? Und war dies wirklich so wichtig, wie Du dachtest? Wie viel Zeit und Energie hat es Dich gekostet? Welchen Preis hast Du noch dafür bezahlt? Ich rate, häufiger zu prüfen, ob Du auf dem richtigen Weg bist.   

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Ergotopia

Lass Dir nicht alles von Deinem Gehirn gefallen

Unser Gehirn spielt uns manches  Mal einen Streich. Wir meinen, korrekt sein zu wollen, etwas ganz genau klären zu wollen. Mancher Kampf wird geführt, weil uns die Leichtigkeit fehlt, einfach zu sagen, was soll‘s. Prinzipien übernehmen die Führung und führen auf beiden Seiten zu negativen Emotionen. Fühlen wir uns verärgert, aufgeregt, beleidigt, enttäuscht, entsteht negativer Stress. Dieser führt zu immer weniger Logik. Wir werden immer emotionaler und bekommen den sogenannten Tunnelblick. Wir beißen uns in Themen fest und ziehen in überflüssige Schlachten. Denn Emotionen sind schwerer zu kontrollieren als Gedanken.

Im Coaching gibt es einen Spruch, den wir uns öfter vor Augen halten sollten, bevor wir streiten:

„Willst Du glücklich sein oder recht haben?“.

Dies umso mehr, wenn wir mit Menschen hadern, die uns nah sind. Gegenseitige Verletzungen nur wegen eines Prinzips, lohnen sich zwischen Menschen, die sich mögen, noch viel weniger als sowieso. Dies war auch mein Entscheidungskriterium bei diesem Erlebnis.

Frage Dich, was wirklich wichtig ist

Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden zum Frühstück. So auch dieses Mal. Ich verabredete mich mit einem Freund am Samstag um 9 Uhr beim Bäcker. Am Donnerstag der Woche besuche ich eine Yogastunde. Auf dem Heimweg sehe eine Werbung: Das Café Flora ist neu eröffnet und erwartet Montag bis Samstag von 9 - 17 Uhr seine Gäste. Ich habe von diesem Café noch nicht gehört und schreibe meinem Freund, ob wir es uns ansehen und dort treffen wollen. Er antwortet, dass er bezweifle, dass es schon 9 Uhr geöffnet sei. Dies irritiert mich. Denn ich hätte es ja nicht vorgeschlagen, wenn ich das Schild nicht gesehen hätte. Ich schreibe deshalb zurück, dass ich dies doch gelesen hätte. Die nächste Antwort kommt mit etwas Verzögerung. Er hatte offenbar im Internet recherchiert und schreibt, dass es erst 10 Uhr öffnet und ein Pop Up Ort sei, der sich dadurch auszeichnet, dass man Müll vermeidet.

Ich finde das ausgesprochen merkwürdig. Ist das ein Zeichen von Mistrauen, meine Idee nochmals zu prüfen. Was nun? Ich bin mir doch sicher, die Zeiten gelesen zu haben. Sollte ich selbst erneut recherchieren oder vielleicht anrufen? Mein Gehirn will Recht haben, es richtig machen.

Doch ich überwinde diese Versuchung. Wenn zwei Freunde sich treffen, ist es egal, wo. Wichtiger ist, sie treffen sich. Es wäre Zeitverschwendung gewesen, sich weiter mit dieser Frage zu befassen. So schreibe ich also:

“Es bleibt beim Bäcker.“

Am Freitag gehe ich nochmals zum Yoga. Danach wird sogar angesagt, dass das neue Café Flora ab 9 Uhr öffnet und auf Gäste wartet. Was hättest du jetzt getan?

Investiere Deine Ressourcen sinnvoll

Was für ein Triumpf, ein „siehst du, ich wusste es doch“ hätte ich nun sagen können. Was bringt uns dieses Recht haben wollen? Worum geht es wirklich? Vielleicht wollen wir gut dastehen? Doch vor wem? Vor unseren Freunden? Sie mögen uns doch auch so. Dafür hält die Freude über so einen kleinen Sieg nicht lange genug an. Vielleicht geht es auch darum, immer alles richtig machen zu wollen. Das ist ein hoher Wert in unserer Gesellschaft. Doch mein Einsatz wäre neuer Zeitaufwand, noch einmal zu schreiben und die Situation zu erklären, gewesen.

Wie oft sagen wir, zu wenig Zeit zu haben, nicht alles schaffen zu können, was wir erledigen wollen. Vielleicht wägen wir nicht sorgfältig genug ab wofür wir sie verwenden? Ein kleiner, unnützer Streit hier, ein wenig Recherche da, noch ein zusätzliches Gespräch: Dies alles summiert sich. Wir verlieren unsere Zeit nicht, weil wir zu wenig haben, sondern weil wir sie falsch einsetzen.  

Ich lasse also alles, wie es ist. Ich amüsiere mich über die Situation und freue mich auf das Treffen unter Freunden. Das fühlt sich richtig gut an. Dies sollte auch öfter Dein Entscheidungskriterium sein wenn Du abwägst, wofür Du Deine kostbare Zeit, Kraft und Energie einsetzt. Bei einem Kampf ums „Recht-haben-wollen“ fühlen wir uns nie ganz wohl. Die anderen auch nicht. Folgen wir also öfter dem Kompass des Wohlbefindens und alle haben etwas davon. 


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