Seltener Pinguin vermehrt sich wieder
Bild: CCO Lizenz/pixabay/sebastian_photos

Erfolg im Artenschutz
Seltener Pinguin vermehrt sich wieder

von
Ana Huber
Ana Huber
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Gute Nachrichten aus - Ecuador vom

Eine einzigartige Methode hat es geschafft, den Bestand der seltenen Galápagos-Pinguine zu vergrößern.

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Die Biologin Dee Boersma hat vor über zehn Jahren eine besondere Methode angewandt, um dem Galápagos-Pinguin einen sicheren Platz zum Brüten zu bieten, mit Erfolg. Die seltenen und vom Aussterben bedrohten Tiere zogen in die kleinen Löcher im Lavagestein ein und brüteten ihre Eier aus. Anfangs waren es noch ein paar wenige Paare, heute sind mindestens 84 von insgesamt 120 Nestern in Benutzung. Boersma und Kollegen haben diese über die letzten Jahre mit Hammer und Brechstange in den schwarzen Felsen geschlagen. Einer aktuellen Zählung nach sind ein Viertel der Galápagos-Pinguine Jungtiere.

 

„Ich hatte erwartet, dass es in diesem Jahr gut laufen würde mit dem Nachwuchs“, berichtet Boersma der National Geographic. „Aber die aktuelle Zählung war trotzdem eine positive Überraschung: Es ist die beste Brut seit zwölf Jahren.“ 

 

Die Gründe für den Zuwachs dieser Population sind einerseits die menschengemachten Nester, aber anderseits auch die Zunahme der Nahrung, welche die Tiere dem wechselhaften Klima auf den Galápagos zu verdanken haben.

 

„Weil diese Art nicht gut in Gefangenschaft leben kann, gibt es keine Zoos mit Galápagos-Pinguinen“, erklärt Paul Salaman, Präsident der Galápagos Conservancy gegenüber National Geographic. „Wir müssen bei der Population wirklich alles geben.“

 

Die Galápagos Conservancy ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in den USA, die sich für die Erhaltung der Tierwelt des vulkanischen Archipels einsetzt. Galápagos-Pinguine brüten bis zu dreimal im Jahr auf den Lavafelsen und benötigen dafür Schattenplätze in der Nähe von Wasser. Die menschengemachten Nester sind kleine Röhren, die bis zu einem Meter tief sind. Mit etwa 9 Monaten werden die Küken flügge. Bedroht wird die Art nicht nur durch den erwähnten Klimawechsel auf den Inseln, sondern auch durch Raubtiere wie Katzen oder Ratten.

 

Quelle: National Geographic

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