„Wir sammeln endlich Plastik": Ocean Cleanup funktioniert

Die weltweit größte Meeressäuberung
„Wir sammeln endlich Plastik“: Ocean Cleanup funktioniert jetzt

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Gute Nachrichten aus Delft - Niederlande

Seit einigen Jahren arbeitet Boyan Slat mit seinen rund 65 Mitarbeitern an einem System, welches das Meer vom Müll befreien soll. Während einer Präsentation, die im Mai 2017 stattfand, verkündete der mittlerweile 25-Jährige, dass das Ocean Cleanup bereits 2018 beginnen solle, also zwei Jahre früher als geplant. Bei dem Start sind jedoch ungeahnte Schwierigkeiten aufgetreten, die nun behoben wurden. Jetzt verzeichnet The Ocean Cleanup erste Erfolge.
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Funktionsweise

Das System nutzt die natürlichen Ozeanströme, um Müll zu sammeln und zu konzentrieren. Durch das Platzieren von langen, luftgefüllten Schläuchen aus vulkanisiertem Gummi im Großen pazifischen Müllteppich (Great Pacific Garbage Patch) zwischen Hawaii und Kalifornien, kann das Team den angesammelten Abfall entfernen. Außerdem wird so verhindert, dass sich noch mehr schädliches Mikroplastik im Meer verteilt.

Das Design muss harten Wetterbedingungen und ständigem Verschleiß standhalten. Da die Ocean Cleanup-Technologie die Erste ihrer Art ist, wurde der Prototyp einer 10-wöchigen Probe unterzogen. Am 22. Juni 2016 wurde ein 100 Meter langes Barrierensegment in der Nordsee getestet, wobei einige Erkenntnisse gewonnen wurden.

Erkenntnisse des Prototyps

Bei einer Inspektion des Nordsee-Prototyps bemerkte das Team, dass die beiden äußersten Luftkammern aus der Form gebogen waren. Sie folgten nicht der sanften U-Form des Auslegers. Dank der Unterwasser-Aufnahmen konnte schnell das Problem diagnostiziert werden. Es stellte sich heraus, dass dies durch fehlgeschlagene Fesseln verursacht wurde, die die Barriere mit dem Anlegesystem verbinden.

Verbesserungen bis zum Sommer 2018

Das Projekt wird mit über 30 Millionen Dollar Spenden finanziert, die seit 2013 eingesammelt wurden. Der Cleanup bereite bis zum Start einen Strategiewechsel vor. Statt einer überdimensionalen Station, wird es eine Flotte von 30 kleineren Systemen sowie einer größeren Barriere geben. Außerdem werden die Schläuche nicht mehr am Meeresboden verankert, sondern an Treibankern unter den Konstruktionen, die garantieren, dass sich die Barrieren langsamer bewegen als der Müll. Diese Methode sei wirksamer und kostengünstiger, sagte Slat bei einem Vortrag. Ende 2017 erfolgte der Launch des nächsten Prototyps vor der kalifornischen Küste. Im zweiten Quartal von 2018 folgte dann das große Sammelsystem.

Erneute Verbesserung bis Herbst 2019

Leider musste das Team feststellen, dass auch die neue Strategie nicht gut funktionierte. Also forschten sie weiter. Die Anlage ist nun 600 Meter lang und bewegt sich im Pazifik mit der Meeresströmung. Bisherige Tests waren daran gescheitert, dass die eingesammelten Plastikteile wieder herausgeschwommen waren. Nun wurden die Fangarme erhöht und um einen Unterwasserfallschirm sowie einen Auffangbereich erweitert, damit der Müll dort "gefangen" bleibt. So konnte das Team nun endlich große Plastikteile wie Helme, Stühle, Netze und auch Mikroplastik einfangen. Für Fische ist die Anlage nicht gefährlich, sie können einfach darunter durch schwimmen.

TheOceanCleanup October2nd Press Briefing System001B 14 d5971©TheOceanCleanup von oben.TheOceanCleanup October2nd Press Briefing System001B 14 d5971©TheOceanCleanup sortiert den gesammelten Müll.

„Wir sammeln endlich Plastik", so Boyan Slat, der Gründer des Ocean-Cleanup-Projekts, zu Journalisten in Rotterdam.

Diese Testphase ist aber noch nicht vorbei. Bis Dezember wird der Fangarm noch im Pazifik zum Müllsammeln treiben. Sollten die Tests weiterhin funktionieren, so könnten mehrere Anlagen gebaut werden und in den Ozeanen zum Einsatz kommen. 

Hier die gute Nachricht noch im Video genießen:

Quelle: The Ocean Cleanup


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